| Der dreieine Gott: Eine trinitarische Theologie: Eine trinitarische Theologie. Sonderausgabe
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"Trinität aktuell"
• • • • • (bewertet mit 3 von 5 Punkten)
Rezension bezieht sich auf: Der dreieine Gott. Eine trinitarische Theologie (Gebundene Ausgabe) Der Lebensbezug dogmatischer Inhalte ist oft nur schwer zu vermitteln. Viele moderne Menschen halten theologische Rede von Gott für vom Alltag weit entfernte „Sprachakrobatik": Der Bezug der Glaubensgeheimnisse zur real existierenden Welt erscheint sekundär und beinahe beliebig austauschbar. Gisbert Greshake, Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie in Freiburg i. Br., zeigt in seinem Buch, „daß die Trinität nicht nur Gegenstand von Homologie und Doxologie (von Bekenntnis und Lobpreis) ist, sondern auch der Schlüssel zum Verstehen der ganzen Wirklichkeit". Er bricht damit am zentralen Gottesgeheimnis jene oft verspürte Dichotomie auf, die eine erfahrbare Relationalität von Glauben und Leben behindert.Für die Trinitätstheologie entwickelt er ein wechselseitiges und kommunikatives Verständnis, welches die Betonung der Einheit durch das traditionelle abendländische Denken ausgewogen ergänzt: Gott „geschieht" auch „in" und „zwischen" den drei göttlichen Personen. „Communio" kann dabei als jener Begriff verstanden werden, der - im übertragenen Sinn - die Einheit und Vielheit in Gott beschreibt. Ein „beziehungsloser" Gott ist nicht denkbar. Er selbst ist in sich Interaktion und gewährt - aus seiner Liebe heraus - der Schöpfung Raum. Sein Wille zur Communio erreicht in Menschwerdung und Kreuzestod den unüberbietbaren Höhepunkt.Ekklesiologisch deutet Gisbert Greshake seinen Ansatz so, daß Kirche zum Abbild der liebenden trinitarischen Gemeinschaft werden solle. In Übertragung des Gottesgeheimnisses auf die gesellschaftliche Wirklichkeit spricht er den personalen und sozialen Dimensionen eine wesentliche Bedeutung zu: Umwelt und Mitmenschen sind nicht Grenzen der eigenen Existenz, sondern werden zu unaufgebbaren Bedingungen des individuellen Menschseins. Für das interreligiösen Gespräch sieht er die trinitarische Wirklichkeit Gottes als „Basistheorie" und „Dialogprinzip".Die große Stärke dieses Buches liegt in seiner theologiegeschichtlichen Aufarbeitung sowie im „Durchbuchstabieren" der Trinitätstheologie auf die menschliche Wirklichkeit und den konkreten Glauben hin.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 22. Mai 2001 |
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